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Erwerbs und Arbeitlosenforum: ALG I - ALG II - Hartz IV - Sozialhilfe

 

Forum » ALG I / Widerspruch & abgelehnte Anträge » Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid  1
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10.07.07 17:13
jonathan

nicht registriert



Zitat
Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid

Hallo,

ich habe eine "Einladung" vom Arbeitsamt zu spät vom Postfach abgeholt, da ich wirklich krank war, leider nicht zum Arzt gegangen bin. Der Termin fand an dem Tag statt, nachdem ich das Postfach geleert hatte. Ich habe sofort angerufen, wollte mit dem Mitarbeiter vom Arbeitsamt sprechen. Das war natürlich nicht möglich. Man wollte meine Nachricht weiterleiten und mich zurückrufen. Stattdessen kam eine erneute "Einladung" (der ich natürlich gefolgt bin) mit dem Hinweis, dass ich der Einladung nicht nachgekommen bin und auch keinen wichtigen Grund genannt hätt. Daher werden die Leistungen vorläufig eingestellt. Daraufhin bekam ich am 03.07.07 einen Änderungsbescheid, das ich fürn 7 Tage aus o.g. Grund gesperrt würde.
Am 05.07.07 später kam ein weiterer Bescheid (Erstattungsbescheid,) dass die Leistungsvoraussetzungen entfallen sind. Grund: Aufnahme einer mehr als kurzfristigen Beschäftigung !?? )"Die Bewilligung ist deshalb ab 28.06.07 aufgehoben worden ($48 Abs. 1 Satz 2Zehntes Buch , usw. in Verbindung mit (330 Abs. 3SGBIII) siehe Änderungs- /Aufhebungsbescheid vom 03.07.07. 84,42 EUR sind zuviel gezahlt worden !

Daraufhin habe ich bei der Arbeitsagentur angerufen, dort teilte man mir mit, dass sie mir keinen Erstattungsbescheid am 05.07. geschickt hätten. Bescheid liegt allerdings vor mir ! Daraufhin sagte mir die Mitarbeiterin ich würde innerhalb der nächsten 48 Stunden zurück gerufen.

Nun meine Frage: Muss ich gegen beide Bescheide gesondert Einspruch einlegen, oder langt ein Einspruch mit Hinweis auf beide Bescheide. Habe ich überhaupt eine Chance mit dem Widerspruch oder sollte ich gleich zum Anwalt gehen ?????

Es wäre toll, wenn mir jemand hier helfen könnte. Danke.

Hartz IV, Arbeitslosengeld 1 u. 2, Forum für Arbeitslose





Erwerbs und Arbeitlosenforum: ALG I - ALG II - Hartz IV - Sozialhilfe

09.03.09 11:35
Mamamia

nicht registriert



Zitat
Re: Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid

Hallo!
Erfahrungsgemäß würde ich gegen BEIDE Bescheide einen Widerspruch einlegen und mir dieses natürlich mit Eingangsstempel und Unterschrift quittieren lassen (mir wurde immer gesagt: "ist nicht angekommen", seitdem ALLES schriftlich, ich glaube denen noch nicht mal mehr ihre Öffnungszeiten, das müssen sie mir auch schon schriftlich geben).
Auf jeden Fall gehst du da auf Nummer sicher, wenn du zwei Widersprüche einlegst.

Desweiteren würde ich, da du ja bestimmt Beratungshilfe beantragen willst wenn du zu einem Rechtsanwalt gehst, auf jeden Fall VORHER die Widersprüche eingelegt haben, damit dir die Beratungshilfe leichter gewährt wird.

Vielleicht kannst du ja folgenden Satz in deinen Widerspruch einbauen, damit du das Job-Center auch mal etwas unter Druck setzt:


"Im Falle einer Ablehnung meines Widerspruchs werde die Sache umgehend meinem Rechtsanwalt übergeben, der bereits mit der Angelegenheit vertraut ist."


Dann wissen die auch, dass du dich mit einer Ablehnung nicht einfach zufrieden geben würdest und versuchen es vielleicht gar nicht erst.


Viel Glück!!!!

17.04.09 23:54
FAA 

Zitat
Re: Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. 2 Widersprüche. Juristen sprechen da von einer offenbaren Unrichtigkeit im Verwaltungsakt nach § 38 SGB X. Die Schreiben einfach als Kopie an den Widerspruch dranheften.

Zitat:
§ 38 Offenbare Unrichtigkeiten im Verwaltungsakt

Die Behörde kann Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten in einem Verwaltungsakt jederzeit berichtigen. Bei berechtigtem Interesse des Beteiligten ist zu berichtigen. Die Behörde ist berechtigt, die Vorlage des Dokumentes zu verlangen, das berichtigt werden soll.

PS: Drohen bringt nichts, dass macht nur lächerlich... Weil die Leute die das bearbeiten machen nur ihren Job unabhänig davon ob ein Rechtanwalt eingeschaltet ist oder nicht, so wie sie ihn immer machen. Man muss immer daran denken das die nicht die absicht haben jemanden zu ärgern. Außerdem müssen die Bearbeiter sobald sie nicht grob fahrlässig falsch entschieden haben eh nicht haften. Also bleiben die davon eh unbeeindruckt. Ein Anwalt ist da eh viel zu teuer...erstmal... finde ich.

18.04.09 00:37
FAA 

Zitat
Re: Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid


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Zuletzt bearbeitet am 18.04.09 00:42

20.10.09 14:50
D.L.

nicht registriert



Zitat
Re: Einspruch gegen Bescheid vom Arbeitsamt - hier Sperrfrist und falscher Bescheid

Hallo
habe eine Frage die sich auf das Sperren vom AlG 1 bezieht.
Bin vor einiger Zeit aus privaten Gründen von Berlin nach Leipzig gezogen und musste deshalb meine Arbeit in BErlin niederlegen.
Diese habe ich mit meinem damaligen Arbeitgeber in Form eines "Auflösungsvertrages" getan.
Habe auch in dem Antrag auf Arbeitslosenentgeld hinein geschrieben das mein Umzug aus privaten Gründen und nicht vermeidbar sei und habe jetzt trotzdem eine 3monatige Sperre erhalten.
Frage: Wie kann ich in dem Schreiben was ich nun verfassen muss den ganzen Sachverhalt so schildern das die Sperre wiederrufen wird?????

Vielen Dank im Vorraus!

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