| Forum » Arbeitslosengeld I » Eigenkündigung, aber wie??? |
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19.04.09 11:22 Churchill
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Eigenkündigung, aber wie???
Guten Tag, ich dachte, ich hätte am 18.03.09 meinen "Traumjob" gefunden. Aber ich musste zu meinem Entsetzen feststellen, daß ich den Anforderungen nicht gewachsen bin. Der Arbeitgeber verlangt als erstes eine "Grundzertifizierung", die mit der Note 1 bestanden werden muss. Dann folgen ca. 15 "IT-Skills" (für jeden erhält man ca. 3 Monate Zeit zum lernen), die jeweils auch immer mit der Note bestanden werden müssen. Hat man beim 1. Mal die Note 2, dann darf man wiederholen. Erhält man Note 3 ist alles aus und man fliegt raus (selbstverständlich nach Einhaltung der Kündigungsfrist!). Ich bin jetzt 50 Jahre alt, meine IT-Kenntnisse sind nur "angelernt" durch ca. 3 Jahre "learning by doing" Ich habe keine einzige Zertifizierung in dieser Richtung, lediglich 2 Arbeitszeugnisse (mit "sehr gut"). Mein Problem jetzt: ich kann mir nichts mehr merken. Und ich muss eben dicke Wälzer praktisch auswendig aufsagen können..... Ich habe das meiner Chefin und der Teamleiterin bereits schriftlich und auch persönlich mitgeteilt. Der Kommentar: doch, sie schaffen das, wenn sie nur "wollen". Hallo????????????????? Ich will ja, es war ja auch mein jahrelanger Traum, einmal dort zu arbeiten. Aber ich stelle eben jetzt fest, daß ich es nicht fertigbekomme! Und wenn ich es nicht in meinen Kopf kriege, dann kann ich doch nix dafür, oder? Ich dachte dann anfänglich: okay, lerne so viel und gut wie du kannst. Wenn du dann bei der Grundzertifizierung durchrasselst, dann hat es sich eh erledigt. Jetzt lassen die sich aber massiv lange Zeit, bis sie mich überhaupt zu dieser Zerti zulassen. Und in dieser Zeit leide ich wie ein Tier. Es macht mich psychisch fertig. Und körperlich auch! Ich hatte jetzt schon eine vereiterte Zahnwurzel und jetzt habe ich den Verdacht auf einen "Augeninfarkt". Das stellt sich jetzt morgen bei der Arzt-Untersuchung heraus. Meine Bekannten/Verwandten die selber Ärzte sind meinten, das könne alles von diesem Stress herrühren. Jetzt meine Frage: kann ich mich mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen und verhandeln, daß ich selber kündigen kann, ohne daß ich hinterher eine 12-wöchige Sperre reingewürgt bekomme? Und wie mache ich das am besten???? Einen Termin vereinbaren? Und was sage ich dann meinem Arbeitgeber wenn ich da hin muss? Ich arbeite 1 1/2 Stunden weit weg von der für mich zuständigen Agentur für Arbeit. Ich kann ja schlecht sagen: ich komme morgen später weil ich mal beim Arbeitsamt nachfragen muss wie ich am besten aus dem Arbeitsvertrag bei Ihnen rauskomme.... Oder soll ich doch einfach weitermachen nach dem Motto: Augen zu und durch... bis zur 1. Zerti und dort mit Pauken und Trompeten durchfallen?
Ich bedanke mich für "sachliche" Antworten. Churchill.
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02.09.09 13:59 Gast
nicht registriert
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Re: Eigenkündigung, aber wie???
Hallo Churchill!
Wie ist es Dir inzwischen ergangen?
Kommt vielleicht etwas spät, aber will sagen: eine Freundin von mir ging aufgrund Mobbing zum Psychologen - der bescheinigte ihr einen Burnout, woraufhin sie kündigen konnte, ohne, daß sie diese Sperrzeit bekommen hätte.
Vielleicht hilft Dir das ja doch noch?
Grüße von mir
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02.09.09 20:20 Churchill
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Re: Eigenkündigung, aber wie???
Vielen herzlichen Dank für die Antwort! Es hat sich erledigt. Ich habe so ungefähr alle 2 Tage bei meiner Chefin angerufen u. ihr immer und immer wieder eingetrichtert, daß ich das niemals schaffen werde. Nach ein paar Wochen hat sie es eingesehen u. mir während der Probezeit gekündigt. Schönen Abend noch!
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